Merle
Begegnung passiert dann, wenn wir wirklich hinschauen.
Wenn wir uns trauen, die Welt durch andere Augen zu sehen,
durch die eines Kindes, durch die eines Tieres.
Ich liebe Begegnungen und ich liebe es, gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Welt zu entdecken: neugierig, offen, manchmal laut, manchmal ganz leise. Tierische Begleiter laden uns dabei ein, langsamer zu werden und die Welt wieder mit Staunen zu betrachten.
Schon immer tierlieb und eng mit Tieren verbunden, waren Tiere für mich emotionale Stützen, Kommunikationspartner und Wegbegleiter, lange bevor ich wusste, dass daraus einmal mein beruflicher Weg werden würde.
Ich war lange auf der Suche nach mir: weltoffen, neugierig und manchmal zwischen Möglichkeiten, Fragen und Ideen hin- und herschwimmend. Im Studium der Sozialpädagogik fand ich den Raum, mich auszuprobieren und herauszufinden, was mir wirklich wichtig ist: Menschen zu begleiten.
Meine ersten beruflichen Erfahrungen haben mir gezeigt, wie oft besonders Kinder und Jugendliche übersehen oder missverstanden werden – und wie wichtig sichere Räume sind, in denen sie gesehen werden und sein dürfen, wie sie sind.
Die Rettung eines Minischweins wurde für mich zu einem wichtigen Wendepunkt. Im gemeinsamen Leben mit diesem Tier habe ich erfahren, wie tief Beziehungen zwischen Menschen und Tieren wirken können. Diese Erfahrung weckte in mir den Wunsch, mich auch fachlich intensiv mit tiergestützter Arbeit auseinanderzusetzen. So führte mich mein Weg zur Ausbildung als Fachkraft für tiergestützte Intervention.
Als Lio aus dem Tierschutz in mein Leben kam, ging dieser Weg weiter. Heute ist er ausgebildeter Therapiebegleithund und wir sind als Team unterwegs.
Lio bringt dabei seine ganz eigene Persönlichkeit mit: seine feine Wahrnehmung, seine Bedürfnisse, seine Grenzen und seine besondere Art, Menschen zu begegnen. Unsere gemeinsame Arbeit wächst aus Vertrauen, Beziehung und einem guten Blick füreinander. So darf Lio einfach Lio sein und genau das macht unser Miteinander für mich so besonders.
Wenn ich Menschen begegne, sehe ich sie als Ganzes, ohne Schubladen und schnelle Urteile. Mich interessiert der Mensch hinter seinem Verhalten und seiner Geschichte. Beziehung entsteht für mich durch echtes Interesse, Zuhören, Offenheit und gemeinsames Weiterentwickeln.
Vielleicht bin ich dabei manchmal ein bisschen Pippi Langstrumpf. Ich glaube an Leichtigkeit, Staunen und spielerisches Erkunden: „Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt“, nicht im Sinne von Wegschauen, sondern im Sinne von Mut, Kreativität und Herz.
Ich schätze echtes Zusammensein, die kleinen Dinge und den Blick durch Kinderaugen, voller Fantasie, Staunen und Leichtigkeit. Die Welt darf für mich bunt, ein bisschen verspielt und voller Möglichkeiten sein. Ich bin dankbar, dass genau das auch in meiner Arbeit seinen Platz finden darf.
Wenn du neugierig bist, wie ich arbeite,
wenn du dich angesprochen fühlst von meiner Haltung
oder dir eine Begleitung mit mir vorstellen kannst –
dann freue ich mich auf die Begegnung mit dir.